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Jürgen
Rödel, Betreiber der Arkona-Bahnen im Rügener Inselnorden, hat für seine
Fahrzeuge zur Personenbeförderung bereits vor Jahren die Weichen in Richtung
Zukunft gestellt. Nicht nur, dass seine Tschu-Tschu-Bahnen mit
umweltfreundlichen Gasantrieben zwischen Parkplatz Putgarten, Kap Arkona und
Vitt unterwegs sind. Als Mitglied der Wasserstofftechnologie-Initiative
Mecklenburg-Vorpommern ließ der Firmenchef außerdem eine seiner Bahnen mit einer
Wasserstoffbrennzelle ausrüsten, die die Bordinstrumente mit Elektroenergie
versorgt.

Die
Vorreiterrolle, die Jürgen Rödel bei der Nutzung der Wasserstofftechnologie bei
Rügens Unternehmern innehat, möchte die Gemeinde Putgarten in absehbarer Zeit
bei den Inselkommunen einnehmen. Dreh- und Angelpunkt eines beispielhaften
Konzeptes, das deutschlandweit für Furore sorgen könnte und vom
Bundesverkehrsminister um sowie vom Schweriner Landtag unterstützt wird, ist die
autarke Energieversorgung unter Berücksichtigung der Wasserstofftechnologie auf
dem Flächendenkmal Arkona.
Der Geschäftsführer der Wasserstofftechnologie-Initiative
Mecklenburg-Vorpommern, ist sich sicher, dass das Prinzip der Brennstoffzelle in
einer der Arkona-Bahnen auf die ganze Gemeinde übertragen werden könne. Mit der
Vorstellung eines integrierten Regionalkonzeptes für eine saubere und
unabhängige Energie- und Kraftversorgung warb Buttkewitz bereits im vergangenen
Jahr für eine zukunftsträchtige Technologie, mit der die Menschen der
Kap-Gemeinde bald von großen Wärme- und Stromlieferanten unabhängig versorgt
werden könnten. Dabei setzt der Ingenieur auf das WIR-Gefühl, denn hinter den
drei Großbuchstaben verbirgt sich das Projekt "Wasserstoff-Innovations-Region".
Auf ihrer
jüngsten Zusammenkunft haben die Putgartener Abgeordneten beschlossen, für die
Machbarkeitsstudie zur Energieversorgung unter Berücksichtigung der
Wasserstofftechnologie auf dem Flächendenkmal Arkona einen Fördermittelantrag
über die Richtlinie zur Förderung der integrierten, ländlichen Entwicklung für
das laufende Jahr beim Amt für Landwirtschaft zu stellen. Die Studie soll zur
Elektro- und Wärmeversorgung auf der Basis von schon vorhandener Windenergie
unter Berücksichtigung der Wärmepumpen, Wasserstoff- und
Brennstoffzellentechnologie erstellt werden. Somit könne es zur Schaffung einer
Null-Emissionssituation für die Energieverbraucher der Region führen, heißt es
dazu in der entsprechenden Beschlussvorlage der Gemeinde Putgarten. Gleichzeitig
soll untersucht werden, ob eine Versorgung der Arkona-Bahnen mit Wasserstoff
sinnvoll wäre, so dass auch der motorische Antrieb mit Null-Emission realisiert
werden könnte. Die Gesamtkosten der Studie belaufen sich auf ca. 23.000 Euro.
Die
bestehenden Windkraftanlagen in Bohlendorf und Schwarbe könnten zur Elektrolyse
und letztlich auch zur Wasserstoffgewinnung genutzt werden. Mit unterirdischen
Speichern, die nach dem derzeitigen Planungsstand in eine der ehemaligen
Bunkeranlagen am Kap Arkona installiert werden sollen, könnten große Reserven,
die Rügens nördlichste Gemeinde unabhängig machen würden, gebildet werden.
Weitere Ausbaustufen des Projektes sehen auch die Versorgung der Ortslagen
Putgarten und Fernlüttkewitz mit dem geplanten Gewerbegebiet vor.
15.05.2008
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