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Friesen gibt
es seit über 2000 Jahren. Für das Jahr 12. vor Chr. Werden sie von römischen
Geschichtenschreibern erstmals erwähnt. Im Mittelalter erstreckte sich ihr
Siedlungsgebiet an der südlichen Nordseeküste von der Rheinmündung bis an die
Weser, teilweise bis zur Elbmündung. Heute leben Friesen in den Niederlanden, in
Niedersachsen und in
Schleswig-Holstein. Nordfriesland wurde ab dem 8.
Jahrhundert von der südlichen Nordseeküste her von Friesen besiedelt. Zuerst
ließen sie sich auf den Inseln und
Halligen nieder, später auch in den
Marschgebieten des Festlandes. Mit dem Bau von Warften und Deichen behaupteten
sie ihren Lebensraum gegen den "Blanken Hans".
Gemäß der
Verfassung des Landes Schleswig-Holstein genießt die friesische Volksgruppe
Schutz und Förderung. Das Friesisch-Gesetz regelt unter anderem den Gebrauch der
friesischen Sprache und die Nutzung von friesischen Symbolen in der
Öffentlichkeit. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene befassen sich
besondere politische Gremien mit den Angelegenheiten der Friesen. Die friesische
Volksgruppe ist eine von vier durch die Bundesrepublik Deutschland anerkannten
nationalen Minderheiten, und zwar das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler
Minderheiten. Durch die Europäische Charta der Regional- oder
Minderheitensprachen ist Friesisch zudem als Minderheitensprache geschützt.
In vielen Orten von Friesland und in den Niederlanden sind die Straßenschilder
zweisprachig (Deutsch-Friesisch bzw. Niederländisch-Friesisch ausgeführt.
Die friesische Sprache
Friesisch ist
eine eigenständige Sprache. Sie gehört zu den westgermanischen Sprachen, und
zwar gemeinsam mit dem Englischen zu ihrem nordseegermanischen Zweig. Friesisch
wird in der niederländischen Provinz Friesland (Frysân) von fast 500.000 und im
niedersächsischen Provinz Saterland (Seelterlound) von etwa 2000 Menschen
gesprochen. In Nordfriesland (Nordfriislon) und auf Helgoland (deät Lun)
schätzt man die Zahl derjenigen, die friesisch sprechen können, auf rund 10.000
Personen. Nordfriesisch wird in Kindergärten angeboten und an Schulen gelehrt.
An den Universitäten Flensburg und Kiel kann man Friesisch studieren.
Friesischsprachige Beiträge in den Medien tragen zur Förderung der friesischen
Sprache genauso bei wie die vielfältigen Aktivitäten friesischer Vereine und
Institutionen. Sie bieten zum Beispiel Friesischkurse an und kümmern sich um
Jugend- und Medienarbeit.
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