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Heilquellen und Heilbäder in Ungarn

 

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Ungarn ist das traditionelle Heilbäder-Land Europas. Es hat eine tausendjährige Vergangenheit. Unzählige Thermalquellen sind in Ungarn zu finden, von denen eine Vielzahl zu therapeutischen Zwecken genutzt werden. Nicht nur Kurgästen sind diese Thermalbäder offen, sondern jeder Reisende kann gegen eine Eintrittsgebühr diese Quellen der Gesundheit einmal für einen Tag genießen. Die Römer gründeten die ersten Bäder, die Türken setzten diese Tradition fort. So kann man auch heute noch ein echt türkisches Bad in antiken Hallen nehmen. Wer nach Ungarn fährt, sollte unbedingt einen Besuch in einem der alten Badetempel einplanen. Es gibt über 130 Thermalquellen. Hier die 10 wichtigen Thermalquellenzonen in Ungarn:

I. Budapest

  • Das Thermalbad auf der Margareteninsel (Budapest XIII. Margitsziget). Hier herrscht ein Mikroklima. Die schwefelhaltige Quelle begann im Jahre 1866 zu sprudeln. Die Temperatur beträgt um 70 Grad.

  • Das Rudas-Säulenbad (Türkenbad) entstand um 1550 unter der römischen Herrschaft. Farbige Scheinwerfer lassen das Wasser türkis und pink erscheinen.

  • Hotel Gellért. (Budapest XI. Kelenhegyi út 4-6). Ein uraltes Bad, wo schon die Türken zu baden pflegten. Die 13 Quellen haben Temperaturen zwischen 28 °C und 48 °C. Im Sommer kann das Frei- und Wellenbad benutzt werden.

  • Lukács-Bad (Budapest II. Frankel Leó út 25-29). Auch ein ehemaliges türkisches Bad. 17 Heilquellen speisen das Bad. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 21 °C und 51 °C.

  • Széchenyi-Bad (Budapest XIV. Állatkerti út 11). Dieses Bad wurde 1881 eröffnet. Die Wassertemperatur beträgt zwischen 74 °C und 76 °C. Das blubbernde Thermalwasser kommt aus einem 1.250 m tiefen artesischen Brunnen.

II. Balatonfüred

Ein Thermalbad, das am Nordufer des Plattensees liegt. Der Hauptbestandteil des Heilwassers ist Kohlensäure, was besonders zur Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen förderlich ist.

III. Bükfürdö

Die Heilquelle existiert erst seit den 50er Jahren und hat eine Wassertemperatur von 58 °C. Das Wasser ist besonders mineralhaltig.

IV. Eger

Ein türkisches Bad, das schon im 17. Jahrhundert ge­nutzt wurde. Das Wasser enthält Schwefelhydrogen und ist leicht radioaktiv. Die Temperatur des Heilwassers liegt zwischen 28 °C und 32 °C. Besonders Rheumaerkrankungen werden hier behandelt.

V. Gyula

Das Bad liegt im Südosten Ungarns und wird durch 2 Quellen gespeist. Die Wassertemperatur beträgt 42°C bzw. 70 °C.

VI. Hajdúszoboszló

Das Bad liegt im Nordosten des Landes. Es wird seit Mitte der 50er Jahre benutzt. Die Wassertemperatur beträgt zwischen 73 °C und 78 °C.

VII. Harkány

Das Bad reicht bis zum Beginn des 19. Jahrhun­derts zurück. Der Hauptbestandteil des Wassers ist Schwe­fel, welches besonders zur Heilung von Hautkrankheiten eingesetzt wird. Die Wassertemperatur beträgt 62 °C.

VIII. Héviz

Der 4,4 Hektar große natürliche Thermalsee ist der größte von Europa. Er liegt etwa 6 km nordwestlich des Plattensees. Die Wassermenge beträgt 36.000 Liter pro Minute. Die Wassermenge des 50.000 qm großen Sees wird innerhalb von 24 Stunden vollständig ausgewechselt. Die Wassertemperatur beträgt im Sommer bei 34 °C und liegt auch im Winter nie unter 26 °C. Das Wasser enthält hauptsächlich Schwefel und Alkalihydrogen und ist leicht radioaktiv. Insbesondere der Heilschlamm ist von großer Bedeutung, er wird auch ins Ausland exportiert.

IX. Parád

Seit Jahrhunderten wird dieses Bad vor allem für gy­näkologische Therapien benutzt. Das Bad liegt im Nordosten Ungarns.

X. Zalakaros

Das Heilbad liegt etwa 30 km südlich des Plattensees. Das Wasser sprudelt aus einer Tiefe von 2.000 m empor und hat eine Temperatur von 96 °C.

 
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