Reise- und Urlaubsartikel

Balestrand am Sognefjord

 

Startseite

Allgemein
Reiseplanung
Reiseberichte

Afrika

Amerika

Asien

Europa

Sonstige

 

Tiefblaue Fjorde, steile Klippen, karges Land. Die dramatische Landschaft um den längsten Fjord Norwegens, den Sognefjord, ist atemberaubend. Gipfelstürmer können die umliegenden Berge erklimmen.

Steil abfallende Felsen und Wasser - das ist Fjordnorwegen. Wer Island, Kanada und Neuseeland mag, wird sich in Norwegens Fjorden, den weit ins Landesinnere reichende Meeresarmen, zuhause fühlen. Hinter jeder Biegung, hinter jeder Bergkuppe offenbart sich diese zerklüftete Landschaft. Von diesen umwerfenden Ausblicken gibt es so viele, dass jeder Besucher nach ein bis zwei Tagen den Fotoapparat wegpackt mit der Erkenntnis, dass Fotos diese Schönheit sowieso nicht wiedergeben können. Das Motto sollte heißen: Entspannt zurücklehnen und die einzigartige Kulisse genießen.

Das funktioniert ausgezeichnet bei einer Bootsfahrt auf dem Sognefjord, dem mit 204 Kilometern längsten Fjord des Landes, mit einem Expressboot nach Balestrand. Die Fahrt ist unglaublich romantisch. Das verschlafene Städtchen Balestrand setzt dem noch die Krone auf.

Gleich an der Anlegestelle liegt das Kviknes Hotel. Hier hat schon Kaiser Wilhelm II. die Ruhe genießen können. Der Blick vom Hotel auf den Sognefjord ist das meist gemalte Motiv Norwegens. Über 100 Künstler haben diesen Ort verewigt.

Viel besser erzählen kann das Apo Günter Schamp. Der Bielefelder ist pensionierter Lehrer und lebt seit 2002 mit seiner Frau in Balestrand. "Meine Frau Heidi und ich waren hier oft im Urlaub. Es ist unglaublich idyllisch. Und sehr international. Hier leben Menschen aus 22 Nationen, und es gibt praktisch keine Kriminalität." Apo Schamp bietet für deutsche Touristen Führungen an. Wer ihn treffen möchte, sollte einfach im Ort nach Apo fragen. Den sympathischen Deutschen kennt dort jeder.

Doch bei aller Balestrand- und Bootsromantik packt jeden Norwegenurlauber bei dem Anblick der Felsen irgendwann das drängende Verlangen, selbst zum Gipfelstürmer zu werden. Er will da einfach selber rauf. Er will da hochkraxeln, sich erschöpft vor eine Berghütte setzen, einen Kaffee schlürfen und sich alles von oben anschauen.

Ein ideales Quartier für Wandervögel ist der Berggasthof Osterbö Fjellstove. Idyllisch im Aurland-Tal gelegen, gibt es keinen Stadtlärm, der die müden Wanderer stört. Der Inhaber ist ein kauziger Typ und leidenschaftlicher Jäger. Überall im Haupthaus stehen ausgestopfte Tiere, selbst von ihm erlegt, versteht sich. Sogar ein Eisbär ist darunter. Der Gasthof hatte schon viele prominente Gäste. Auch der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan war 2001 für einige Tage zu Gast und hat von dort seine einsamen Wandertouren unternommen.

Wer die Wanderstöcke mal für einen Tag in die Ecke stellen will, dem sei ein Ausflug zur Otternes Farm bei Flåm südöstlich von Balestrand empfohlen. Das Freiluftmuseum zeigt das Leben der Bauern in Norwegen vor 100 Jahren. Verwalterin Laila Koellestad zaubert ein Büfett mit norwegischen Snacks wie Lamm-, Ziegen- und Rentierwurst, Kartoffelsalat und Karamell-Käse.

Und wen das Norwegen-Wanderfieber gepackt hat, für den lohnt sich eine Mitgliedschaft im norwegischen Wanderverein (Den norske Turistforening) für 500 Norwegische Kronen im Jahr. Bei Urlaubsbeginn erhalten Mitglieder einen Generalschlüssel für unbewirtschaftete Berghütten. In bewirtschafteten Hütten gibt es für Mitglieder Ermäßigung. Dann wird der Urlaub im zugegeben recht teuren Norwegen preiswerter.


 
Norwegen
Reiseartikel schreiben

Sitemap  |  Reisebericht schreiben  |  Impressum