Reise- und Urlaubsartikel

La Palma - Der Westen und Süden

 

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Wir beginnen unsere Rundfahrt durch den Süden von La Palma in der Hauptstadt Santa Cruz. Die kleinen Plazas, die mit Steinen gepflasterten Straßen und alten Herrschaftshäuschen mit ihren wunderbar gearbeiteten Holzbalkonen und eine Reihe von Bauwerken aus der Renaissance von hohem architektonischem Wert, machen die Schönheit dieser geschichtsträchtigen Stadt aus. Die Geschichte von Santa Cruz reicht zurück bis in die Zeiten der Entdeckung Amerikas. In Erinnerung an diese Zeit steht ein Nachbau der Santa Maria, jenem Schiff, mit dem Columbus auszog, um die neue Welt zu entdecken. Ganz in der Nähe der Hauptstadt besuchen wir das Heiligtum der Palmeros, eine wunderschöne Wallfahrtskirche, in der die Gläubigen Inselbewohner auch heute noch ihre Andachten verrichten.

Die kurvenreiche Straße der Kumre führt uns in den Westen der Insel. Hier breitet sich das herrliche Panorama des Cadera de Taburiente aus. Das 1954 zum Nationalpark erklärte, 4.690 Hektar große Gebiet, ist heute ein authentisches Paradies für alle Naturfreunde. Vom Aussichtspunkt Barranco de las Angustias gelangen wir in das Innere des Tals. Und werden von der abwechslungsreichen Vegetation, den verschiedenen Landschaften und unvergesslichen Ausblicken geradezu geblendet. Es ist eine phantastische Wanderung hier in der Caldera. Wir sind zuerst durch einen Pinienwald gelaufen, dann über den Fluss Taburiente und haben noch einige Wasserfälle entdeckt. Es lohnt sich wirklich, hierher zu kommen.

Die Dörfer im Westen reihen sich alle um die Kleinstadt Los Llanos, in der etwa 20.000 Einwohner leben. Ihre herrlichen Plätze und Cafes machen sie zum Zentrum der gesamten gemeinde. Auf dem Weg zum Hafen sieht man immer wieder schöne Herrschaftshäuser – Zeugen vergangener Jahrhunderte, als La Palma strategischer Stützpunkt auf dem Weg über den Atlantik war.

In Puerto de Tazacorte schließlich finden wir ein malerisches Fischerdörfchen vor, mit herrlichen Sandstränden und typischen Tavernen, einigen Restaurants, in denen man besten Fisch serviert bekommt.

Ein kleines Stückchen der Küste nach Süden entlang liegt die Playa de Puerto Naos, ein touristischer Ort mit einer ausgezeichneten Infrastruktur. Winzige Plazas bieten den Bewohnern Schatten, um sich vor der permanenten Sonne des Westens zu erholen.

Der Süden von La Palma wird durch einen hohen Bergrücken geteilt, der sich aus den unzähligen Kratern gebildet hat, die sich bis zum Meer hinunterziehen. In Wirklichkeit ist die Hügelkette ein einziger Vulkan mit unzähligen Armen. Hier unternehmen wir eine schöne Wanderung. Direkt am Atlantik liegt der Krater des Vulkans San Antonio, ein Stückchen darunter der Teneguia, der erst 1971 das letzte Mal Feuer gespuckt hat. Nie zuvor waren wir zwischen Vulkanen und fühlten uns so intensiv. Der Weg ist eher einfach, aber beeindruckend. Wir haben diese Wanderung sehr genossen.

Auf dem Rückweg nach Santa Cruz folgen wir einer herrlichen Straße mit vielen wunderschönen Aussichtspunkten bis zur Villa de Mazo, einem kleinen Dörfchen mit gepflasterten Straßen. Auf dem bunten Bauernmarkt, der jedes Wochenende in den Markthallen von El Pueblo abgehalten wird, kann man Palmenhonig, Vino del País, Ziegenkäse, Papayakonfitüre und weitere Spezialitäten aus La Palma kaufen. Wer mehr über das Leben und die Kultur der Ureinwohner Palmeros (Benahoritas) erfahren will, sollte den Archäologischen Park der Cueva de Belmaco besichtigen. In einer Höhle kann man die ältesten Felsritzzeichnungen Kanarischen Inseln besichtigen.


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