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Die Caldera de Taburiente ist ohne Zweifel die unumstrittene Königin für alle
Wanderer auf La Palma. Im Herzen der Insel gelegen wurde dieser riesige
Erosionskrater 1954 zum Nationalpark erklärt und ist das Resultat eines
kolossalen Erdrutsches, der vor mehr als 500.000 Jahren stattfand.
Von Los Brecitos aus, auf einer Höhe von 1000 Metern, taucht uns ein ständig
absteigender Pfad im Laufe der fast sieben Stunden in einen Schauplatz
prächtiger Kiefernwälder und wunderschöner Wasserfälle ein. Jeder Winkel zeigt
seine eigene Persönlichkeit, die unversehrt bewahrt geblieben ist. Vom
Aussichtspunkt Lomo de Tagasaste haben wir einen schönen Blick über den neun
Kilometer breiten Kessel.
Im ersten Teil unserer Wanderung treffen wir auf eine
alte Tabakplantage, die sich in einer außergewöhnlich schönen Enklave befindet.
Am Mittag erreichen wir den Fluss Playa de Taburiente. Nachdem wir den Fluss
überqueren, entdecken wir den Roque Idafe, eine knapp hundert Meter hohe
Felsnadel aus vulkanischem Basalt, der uns in Zeiten zurück versetzt, in denen
die Ureinwohner sich ihren Göttern anvertrauten und zu Füßen dieses
monolithischen Steins Opfergaben erbrachten. Etwas weiter abwärts können wir
unsere warm gelaufenen Füße im ausgewaschenen Basaltbecken des Flusses kühlen.
Das letzte Drittel dieser beeindruckenden Route verläuft am Flussbett der
Schlucht von Barranco de las Angustias entlang, in deren Inneren wir
interessante geologische Schätze, seltene einheimische Pflanzen und durch
Mineralien gefärbte Wasserfälle finden. Am Grund der Schlucht, wo die letzten
Tropfen des Rinnsals in der Kissenlava versickern, endet unser heutiger
Wandertag.
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