
Wir verlassen die übliche Loire-Route und
wenden uns etwas gen Norden, dorthin, wo sich der kleine Bruder, der Loir, sein
Tal gegraben hat. Wir beginnen unseren Radeltag in dem typischen kleinen Dorf Chateau-du-Loir,
im Departement Sarthe.
Die Loire, Frankreichs längster Fluss,
entspringt nahe dem Mittelmeer und mündet in den Atlantik. Die Hälfte ihres
Weges wird sie von Schlössern und Weinbergen begleitet.
Seit der Antike ist das Rhônetal
Frankreichs Nord-Südachse, Handelsweg und in heutiger Zeit Ferienstraße der
West- und Nordeuropäer zum Mittelmeer. Dort, wo sich der ungestüme Alpenfluss
mit der aus dem Burgund südwärts fließenden Saône vereinigt, liegt die Stadt
Lyon.
Der Herbst liegt bereits in seinen letzten
Zügen. Jetzt, wo der Massentourismus vorbei ist, wollen wir uns die Bretagne
ansehen. Sie bildet ein kontrastreiches Grenzland zwischen dem Nebel verhangenen
Norden und dem sonnigen Süden.
Wir starten in St. Wendel unsere Tour durch
die Normandie. Ein Himmel wie von Emil Nolde gemalt lastet auf der Landschaft.
Tintenblaue tröpfelnde Wolkenbäuche berühren die dunkel erstarrte Flur.
Der gotische Bau steht auf der Krypta, jener
verschwundenen Basilika, die der Bischof Fulbert im 11. Jahrhundert errichtete. Chartres
ist eine der frömmsten Städte Frankreichs, eine der konservativsten.
Am Küstenknick von der Normandie zur
Bretagne erhebt sich schon von weitem der majestätische Mont Saint Michel über
den Horizont. Die Benediktinerabtei Le Mont Saint-Michel, ist ein einzigartiges
Bauwerk. Ihr Grundriss gleicht keinem anderen Kloster.
Keine andere Stadt hat eine so bewegte deutsch-französische
Geschichte wie Straßburg.
Entspannt sitzen wir in einem Straßencafe an einem lauschigen
Platz; um uns verwinkelte Gassen, über uns ein Dächermeer aus
Biberschwanzziegeln.
Viele ausländische Touristen halten das
Moulin Rouge und die Place Pigalle für den Inbegriff des Pariser Nachtlebens,
weshalb „Pig Alley”, wie die Hardcore-Meile rund um die Place Pigalle im
schönsten Middle-West-Französisch heißt, chronisch zugeparkt ist von
ausländischen Reisebussen.
Innerhalb der Périphérique
der Ringautobahn liegt der Kern von Paris. Besucher aus Deutschland steuern
Paris auf der Autobahn Saarbrücken-Metz oder über Aachen-Belgien an.
Symbolhaft für die zentrale Position von Paris ist das konzentrisch auf den
Stadtkern ausgerichtete Straßennetz.
Wir reisen mit dem Omnibus preisgünstig und
nicht unbequem zu den Schlössern an der Loire. Der luftgefederte Bus nahm uns
frühmorgens um 5:30 Uhr in Duisburg an der Busstreife an der Mercatorstraße auf.
Mitreisende stiegen am Hauptbahnhof von Essen, Düsseldorf und Köln zu ...
Mit ihren zerklüfteten Granitfelsen,
fjordartigen Buchten und einsamen weißen Sandstränden ist die bretonische Küste
ein ursprüngliches Ferienparadies.
In Carnac steht eine außergewöhnliche
Megalithanlage mit 6000 Jahre alte Megalithen. Die Alignements von Carnac wurden
in der Jungsteinzeit von sesshaft
gewordenen Gemeinschaften errichtet.
Ein wichtiges Reiseziel in der Bretagne
sollten die großen Zeichen aus prähistorischer Zeit sein — die langen Reihen der
Menhire (lange Steine) im Gebiet von Carnac. Bei Menec sind allein elf Reihen
nebeneinander in einer Länge von über einem Kilometer geordnet ...
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Paris, Marseille ...
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