Reise- und Urlaubsartikel

Wasserreich Finnentrop

 

Startseite

Allgemein
Reiseplanung
Reiseberichte

Afrika

Amerika

Asien

Europa

Sonstige

 

Der Wasserreichtum des Gebiets um die Mündung der Bigge in die Lenne sorgte dafür, dass an den Wasserläufen schon früh zahlreiche Wassermühlen entstanden - zu unterschiedlichen Zwecken. In kaum einer anderen Gemeinde des Sauerlandes gibt es so viele ehemalige Wasserburgen wie in Finnentrop. Manche verschwanden, drei sind als malerische Herrensitze erhalten.

Die Gemeinde Finnentrop liegt im Norden des Kreises Olpe, sie hat Anteil an den Naturparks Ebbegebirge und Homert. Die höchste Erhebung - nördlich des Ortsteils Weuspert - misst 651 Meter über NN, der tiefste Punkt, die Mündung des Glingebaches in die Lenne in Rönkhausen, erreicht 220 Meter.

Der Wasserreichtum der Gegend sorgte dafür, dass schon früh zahlreiche Mühlen entstanden. Von der reichen Mühlenvergangenheit zeugen heute unter anderem noch die um 1900 erbaute "Knochenmühle" auf dem Hof Ruhrmann in Fretter und die "Alte Mühle" in Frettermühle mit oberschlächtigem Wasserrad. War die "Alte Mühle" eine - mittlerweile 600 Jahre alte - Getreidemühle, so wurde in der "Knochenmühle" Tierknochen zur Düngung der Felder gemahlen. In der ehemaligen Knochenmühle in Fretter gibt es für alte und junge Besucher manches zu entdecken. 1994 wurde in einem alten Hofhaus nahe der Kirche von Schönholthausen eine Heimatstube eröffnet. Auf 260 Quadratmetern gibt es hier Exponate zu sehen, die sowohl die Land- als auch die Waldwirtschaft der Gegend dokumentieren, aber auch das Alltagsleben der Menschen wird gezeigt. Auch das dörfliche Handwerk - Schmiede, Schuster und Schreiner - wird in rekonstruierten Werkstätten präsentiert. Beide Anlagen sind restauriert und können besichtigt werden, die "Alte Mühle" beherbergt neben der alten Technik auch ein Cafe.

Drei aus Wasserburgen hervorgegangene Adelssitze gibt es in Finnentrop, die alle privat genutzt werden und deshalb nur von außen besichtigt werden können: Schloss Ahausen stammt aus dem 18. Jahrhundert, geht jedoch auf eine Wasserburg aus dem 15. Jahrhundert zurück. Das Schloss Lenhausen ist ebenfalls eine mittelalterliche Wasserburg, die im 17. Jahrhundert umgebaut und modernisiert wurde. Schließlich hat auch das barocke Haus Bamenohl einen mittelalterlichen Vorgängerbau.

Mehrere Wasserkraftanlagen aus den 1920er und 1930er Jahren können als technische Industriedenkmäler in den Ortsteilen Ahausen, Bamenohl und Frielentrop nach Absprache besichtigt werden (Informationen unter 02761 / 8960). An der Lenne im Ortsteil Lenhausen von Finnentrop steht das 1928 errichtete Laufwasserkraftwerk Lenhausen und am südlichen Ortsausgang von Bamenohl in der Gemeinde Finnentrop befindet sich das von 1921-1923 errichtetes Laufwasserkraftwerk Bamenohl. Das Kraftwerk Ahausen am Biggesee dient heute als Speicherkraftwerk zur Abdeckung von Lastspitzen.

Einen Besuch lohnen auch die Pfarrkirchen St. Mariae Himmelfahrt in Schönholthausen und St. Georg im Ortsteil Schliprüthen. Erstere wurde 1732 bis 1736 als barockes Gotteshaus errichtet. St. Georg ist eine romanische Hallenkirche, deren Ausstattung zum Teil noch aus dem 17. Jahrhundert stammt.


 

Deutschland

Nordrhein-Westfalen

Reiseartikel schreiben

Sitemap  |  Reisebericht schreiben  |  Impressum