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Villa Hügel

 

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Villa Hügel

Die Villa Hügel in Essen-Bredeney wurde von Alfred Krupp in den Jahren 1870 bis 1873 erbaut. Das Domizil mit 269 Zimmern diente gut sieben Jahrzehnte lang gleichzeitig als Wohnhaus und Repräsentationsgebäude für drei Generationen der Familie Krupp. Die Villa Hügel mit ihren Parkanlagen ist heute Eigentum und Sitz der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Seit 1953 finden hier regelmäßig große Kunstausstellungen von internationalem Rang statt. Die Villa Hügel beherbergt außerdem das Historische Archiv Krupp, das als eines der ältesten Unternehmensarchive Deutschlands über umfangreiche Schriftgutbestände und Sammlungen von historischen Industriefotografien und -filmen verfügt. Die "Historische Ausstellung Krupp" im Kleinen Haus der Villa Hügel informiert über die Geschichte des Unternehmens Krupp und über die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die meisten Besucher bummeln anschließend durch den schön angelegten Park der Villa.

Öffnungszeiten:

Hügel-Park  täglich - auch an Feiertagen - von 8.00 bis 20.00 Uhr

Villa Hügel  Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist das Vermächtnis von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, dem letzten persönlichen Inhaber der Firma Fried. Krupp. Testamentarisch legte er fest, "die Firma über eine Stiftung, die Ausdruck der dem Gemeinwohl verpflichteten Tradition des Hauses Krupp sein soll, in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln".

Mit seinem Tod am 30. Juli 1967 ging sein gesamtes Vermögen auf die von ihm errichtete Stiftung über, die ihre Tätigkeit am 1. Januar 1968 aufnahm. Der Erbverzicht seines einzigen Sohns Arndt von Bohlen und Halbach machte dies möglich. Vorsitzender und geschäftsführendes Mitglied des Kuratoriums der Stiftung ist seit Beginn ihrer Tätigkeit Prof. Dr. h. c. mult. Berthold Beitz. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist heute mit einer Beteiligung von 25,3 Prozent größte Einzelaktionärin der ThyssenKrupp AG. Sie verwendet die Erträge, die ihr aus dieser Beteiligung zufließen, ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke und fördert Projekte in fünf Satzungsbereichen:

• Wissenschaft in Forschung und Lehre

• Erziehungs- und Bildungswesen

• Gesundheitswesen

• Sport

• Literatur, Musik und bildende Kunst

Stiftung und Unternehmen

Am 1. April 1967, bei seiner letzten Rede vor den Pensionären der Firma Krupp, gab Alfried Krupp von Bohlen und Halbach seine Absicht bekannt, das Unternehmen Krupp über eine Stiftung in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln.

Er hat der Stiftung klare Aufgaben zugewiesen: Sie und ihre Organe sollen "bei Entscheidungen, die sich auf ihre Beteiligung an der das Unternehmen Fried. Krupp fortführenden Kapitalgesellschaft beziehen, im Geiste des Stifters und seiner Vorfahren darauf achten, dass die Einheit dieses Unternehmens möglichst gewahrt und seine weitere Entwicklung gefördert wird". Dies ist bis heute die Richtschnur bei allen Entscheidungen, welche die Stiftung als Hauptgesellschafterin der Firma trifft. Das Engagement der Stiftung als Eigentümerin des Unternehmens ThyssenKrupp gilt in der deutschen Wirtschaft heute als vorbildlich.

Die für das Unternehmen wichtigsten Schritte, welche die Stiftung seit 1968 ermöglicht oder eigeninitiiert umgesetzt hat:

  • 1968 - Das Unternehmen Krupp wird in die Kapitalgesellschaft Fried. Krupp GmbH umgewandelt. Sämtliche Geschäftsanteile liegen bei der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Alfried Krupp, der dies möglich machte, hat die Umsetzung nicht mehr erlebt. Er starb im Juli 1967.

  • 1976 - Der Staat Iran beteiligt sich mit 25,01% am Stammkapital. 2003 wird diese Beteiligung auf unter 5 Prozent zurückgeführt.

  • 1987 - Die Stilllegung des Hüttenwerks in Rheinhausen wird beschlossen. Die Beschäftigten demonstrieren mit zahlreichen Aktionen.

  • 1992 - Die GmbH wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und mit der Hoesch AG zur Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp fusioniert.

  • Am 4. November 1997 treffen sich auf Einladung der Ehrenvorsitzenden der Aufsichtsräte von Krupp und Thyssen, Prof. Dr. Berthold Beitz und Prof. Dr. Günter Vogelsang, die Aufsichtsratsvorsitzenden, die Vorstandsvorsitzenden und die Finanzvorstände beider Gesellschaften, um die Ergebnisse der Untersuchungen von weiteren Kooperationen zu erörtern. Die Analysen legen eine Gesamt-Fusion der beiden Konzerne nahe. Die Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden sind sich einig, den Eigentümern und zuständigen Gremien die Zusammenführung von Thyssen und Krupp vorzuschlagen.

  • 1998 - Die Stiftung stimmt der Fusion der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp mit der Thyssen AG zur ThyssenKrupp AG zu. Die Stiftung ist größte Einzelaktionärin der neuen Gesellschaft.

  • 1998 bis 2008 - Die Stiftung erhöht ihren Anteil an der ThyssenKrupp AG auf 25,3 Prozent.

  • 2010 - Der von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung finanzierte Neubau des Museum Folkwang in Essen wird eröffnet. Das ThyssenKrupp Quartier wird am 17. Juni in Essen eröffnet. Der Konzern verlegt seinen Hauptsitz von Düsseldorf nach Essen.

Bis heute ist der ThyssenKrupp Konzern mit vielen seiner Produkte Weltspitze. Das gilt für Technologiegüter, aber auch für Stahl. Forscher und Tüftler erschließen auch heute immer neue Anwendungsfelder.


 

 
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