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Blanker Hans

 

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Das Rauschen des Meeres stellt sich unter dem wogenden Dach der Büsumer Sturmflutenwelt ganz von selbst ein. "Trutz nun, blanker Hans!", soll einst der Deichgraf der Nordsee herausfordernd zugerufen haben, nachdem ein neuer Deich errichtet worden war. Seitdem hat sich dieser Ausdruck als Umschreibung für die sturmgepeitschte Nordsee den Küstenbewohnern fest eingeprägt.

Genützt hat die trotzige Aufforderung des Deichgrafen - „Bis hierher Nordsee und nicht weiter!” – da als leider nicht, denn die Deiche brachen schon kurze Zeit später bei der großen Sturmflut anno 1634.

Heute widmet sich das Erlebniszentrum Blanker Hans in Büsum dem spannenden Thema Sturmflut, lässt uns als Besucher hautnah am dramatischen Geschehen früherer Tage teilhaben: So werden wir zurück ins Jahr 1962 versetzt, finden uns unversehens in der Gaststätte 'Zum Deichgrafen' wieder, um uns herum ängstliche Menschen, die vor der heranrollenden Flutwelle hierher geflohen sind. Gott sei Dank ist es alles nur ein Schauspiel.

Erleben und Mitmachen stehen im Mittelpunkt der Büsumer Sturmflutenwelt. So erklärt uns ein 14-jähriger Junge bei 'Kinder führen Kinder' einer kleinen Urlauberin, warum das Wasser an der Nordseeküste ständig verschwindet und wiederkommt. 'Ich zeige dir an unserem Modell, wie die Rippeln im Watt entstehen und erkläre dir, warum es Deiche gibt und welche Fische hier leben', fügt eine zweite Kinderführerin, hinzu.

Jugendliche und Erwachsene werden in der Offshore-Forschungsstation per Computeranimation mit den Themen Wetter, Klima und Gezeiten auf unterhaltsame Art vertraut gemacht. Am Windkanal spürt man auf der eigenen Haut, wie sich die verschiedenen Windstärken anfühlen oder man simuliert an einem Modell die Entstehung eines Tornados. Für alle, die ganz genau wissen möchten, wie es damals war, gibt es authentische Berichte von Zeitzeugen.

Den Abschluss der Erlebnistour durch den Blanken Hans bildet immer eine Wechselausstellung. 'Naturschutz trifft Küstenschutz' lautet das aktuelle Thema. Infos zu Preisen, Veranstaltungen und Öffnungszeiten gibt es unter www.blanker-hans.de.

Büsum liegt direkt am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, einem von 14 Nationalparks in Deutschland. Er ist zugleich der größte zwischen dem Nordkap und Sizilien. Seine gesamte Fläche reicht von der dänischen Grenze bis zur Elbmündung nahe Brunsbüttel.

Wer dem Meer im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gehen möchte, sollte unbedingt an einer geführten Wattwanderung teilnehmen. Erfahrene Ranger führen kleine Gruppen durchs Watt und erzählen beim Spaziergang auf dem Meeresboden wie Ebbe und Flut das Leben und den Rhythmus von Tieren und Pflanzen im Watt bestimmen. Dabei macht man Bekanntschaft mit unterschiedlichen Muschelarten, lernt Wattwürmer und andere Kleinstlebewesen kennen. Für Wanderungen zwischen September und Mai sollte man Gummistiefel dabeihaben - im Sommer geht es selbstverständlich auch barfuss.

Denjenigen, die lieber festen Boden unter den Füßen behalten möchten, sei ein Bummel durch Büsum empfohlen. Im Museumshafen gibt es historische Schiffe zu bewundern, und auf der Wiese beim Leuchtturm kann man es sich bei sonnigem Wetter mit einem frischen Fischbrötchen bequem machen.

Weitere Infos im Internet unter www.buesum.de sowie unter www.wattenmeer-nationalpark.de


 

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