
Es gibt viele Gründe, warum gerade die USA eine so große Anziehungskraft vor
allem auf junge Leute ausüben. Der wichtigste unter ihnen mag wohl der
berühmt-berüchtigte American Way of Life sein.
So sieht es also aus, wenn eine Finanzkrise
richtig zuschlägt. Erst kam in Bodie der Goldrausch, dann der Kater. Ein
bisschen wie jetzt an der Wall Street, nur rund 130 Jahre früher und 2778 Meilen
weiter westlich in den Bergen der Sierra Nevada.
Als ich den Grand-Coulee-Damm zum ersten
Mal sah — man hat eigens auf einem Berg eine Aussichtsplattform angelegt, von
der aus das ganze Dammwerk zu überschauen ist —, war ich von der Größe
enttäuscht!
Warum sollte ich nicht einmal auf die
menschliche Kulisse in diesem mit einmaliger Schönheit gesegneten Großen
Nordwesen verzichten und so tun, als käme es einzig und allein auf die
unvergleichlichen Meisterwerke an, die die Natur hier hervorgebracht hat.
Union Street ist eine feine Straße in San
Francisco, mit
eleganten Boutiquen, Schönheitssalons und Privatvillen und einem freundlichen
Gartenlokal namens "Delancey Street". Doch ist das Lokal
einzigartig: Jeder, der hier bedient, hat Jahre seines Lebens im Gefängnis
verbracht.
Für die meisten Amerikaner ist der
Yellowstone Park der Nationalpark schlechthin, weil er am Anfang aller
US-Nationalparks steht. Bereits 1872 wurde er durch Kongressbeschluss ins Leben
gerufen.
Langsam rollte ich durch den Yellowstone
Park und gab erst wieder Gas, als die Wasserfälle hinter mir verschwunden waren.
Ich wunderte mich: Die Dämmerung schien an diesem Tag endlos zu dauern, es
wollte nie ganz dunkel werden.
Wer unvorbereitet in den ältesten
Nationalpark der Welt kommt, kann dem Schock nicht entrinnen. Kein Schild, keine
Tafel erklärt die gigantischen verbrannten Flächen, die als Folge der 51
Waldbrände im Jahr 1988 heute rund 45 Prozent des fast 9000 Quadratkilometer
messenden Parks bedecken.
Ich bin ja im Land der Blackfoot, der
Schwarzfußindianer. Hier, östlich der unwegsamsten Wälle des Felsengebirges,
haben die Amerikaner diesen einstmals kriegerischen und aufsässigen Stamm
angesiedelt.
Aus allen Teilen des Landes strömen Tänzer
zu den North American Indian Days. Die Pow-Wows sind farbenprächtige
Stammestreffen, eine Mischung aus Tanzwettbewerb, Familientreffen und heiterem
Jahrmarkt. Beim Tanz beschwören die Indianer die alten Zeiten
und finden sich selbst.
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