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Allgemeine Reiseinformationen: Besser mit Abstand fahren

 

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Wie war das noch in der Fahrschule mit dem Sicherheitsabstand? Ach ja, "halber Tacho in Metern" lautet die Faustformel. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf der Autobahn sollte man also mindestens 50 Meter hinter dem Vordermann fahren. In der Theorie ganz einfach, in der Praxis oftmals leichter gesagt als getan.

Um beim Thema Abstand auf Nummer Sicher zu gehen, bietet Volvo das weiterentwickelte aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem der 2. Generation mit Bremsassistent optional an. Im Vergleich zur Vorgängerversion weist die jüngste Entwicklungsstufe dieser Technik zwei wesentliche Neuerungen auf: Reagiert der Fahrer bei einer drohenden Kollision nicht oder zu spät, leitet das System selbstständig eine Notbremsung mit bis zu 50 % der vollen Bremskraft ein.

Zudem basiert die Verkehrsüberwachung nicht mehr nur auf Radar – zusätzlich behält eine Kamera das Geschehen im Auge. Der Abgleich der beiden Datenerfassungssysteme sorgt für eine höhere Genauigkeit der Messung, die nun auch stehende Fahrzeuge berücksichtigt. Die Sensibilität des Systems lässt sich dabei in drei Stufen dem Verkehrsgeschehen und den individuellen Fahrgewohnheiten anpassen.

Auffahrunfälle machen rund ein Drittel aller erfassten Verkehrsunfälle aus. In über 50 % dieser Unfälle hat der Fahrer überhaupt nicht gebremst und an etwa der Hälfte waren stehende Objekte beteiligt. Das neue System hilft also nicht nur, Kollisionen noch effektiver zu vermindern oder ganz zu vermeiden, sondern deckt auch doppelt so viele Gefahrenmomente ab wie das bisherige.

Dreistufiges Warnsystem

Das aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem der 2. Generation mit Bremsassistent operiert mit einem Radarsensor, der eine 150-Meter-Zone vor dem Fahrzeug überwacht, und einer Kamera, die zusätzlich einen 55-Meter-Nahbereich abdeckt. Wird der Abstand zum Vorausfahrenden zu gering, reduziert das System automatisch die Geschwindigkeit des eigenen Fahrzeugs. Ist der Weg wieder frei, beschleunigt der Wagen automatisch wieder bis auf das voreingestellte Tempo.

Reduziert sich der Sicherheitsabstand zu schnell zu stark – wenn zum Beispiel der Vordermann plötzlich bremst oder ein anderes Fahrzeug unvermittelt ausschert –, blinkt im Display der Windschutzscheibe eine rote Warnleuchte auf. Gleichzeitig ertönt ein schriller Piepton, um eine Reaktion des Fahrers zu verursachen. Bleibt diese aus, beginnt die Bremsunterstützung. Dabei werden die Bremsbeläge schon dicht an die Scheiben angelegt und der Hydraulikdruck in den Bremsleitungen erhöht, um die Ansprechzeit zu verkürzen und die optimale Bremskraft zu garantieren. Erkennt das System, dass eine Kollision aufgrund mangelnder Aktivität des Fahrers immer wahrscheinlicher wird, sorgt es mittels eines automatischen Bremseingriffs für einen größtmöglichen Geschwindigkeitsabbau und kann so ein Auffahren im Idealfall verhindern.

Ein weiteres Sicherheitselement ist der Distanzwarner. Er unterstützt den Fahrer auch bei abgeschaltetem Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem dabei, einen definierten Sicherheitsabstand nicht zu unterschreiten. Sinkt der Zeitabstand zum Vordermann unter den gewählten Wert, erhält der Fahrer auch hier ein optisches Signal via Headup-Display.

So wirkungsvoll die neuen Systeme die Verkehrssicherheit auch unterstützen, auch sie haben natürliche Grenzen. Bei starkem Regen, Schneefall oder ähnlichen Widrigkeiten ist dann doch wieder das in der Fahrschule gesammelte Wissen gefragt.

 

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