
Der Bus fährt durch die morgendunkle
Hafenstadt Mombasa, die Straßen glänzen nass vom nächtlichen Regen, die Läden
sind noch geschlossen. Menschen hasten zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die
beginnende Dämmerung. Unter den regenschweren Wolken wirkt die Millionenstadt
noch trister und grauer als sonst.
Hepatitis-B-Virus
Eine Impfung
(aktive Immunisierung) gegen Hepatitis-B wird für alle Reisende nach Kenia von
der Ständigen Impfkommission (StIKo) empfohlen.
Die erste Genehmigung für die kommerzielle Herstellung eines Impfstoffs, der
durch Genmanipulation entstand, erteilte im Juli 1986 die amerikanische
Nahrungs- und Arzneimittelbehörde FDA. Mitarbeiter nannten die Entscheidung
damals "historisch"; sie eröffne eine neue Ära für die Produktion von
Impfstoffen. Das betreffende Präparat der Firma Merck, Sharp and Dohme
verhindert die Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus, die in vielen Fällen zu
schweren Leberschäden führt. Es gibt zwar bereits seit 1982 einen aus dem Blut
Infizierter gewonnener Impfstoff. Er steht jedoch im Verdacht, mit der Vakzine
möglicherweise auch die Immunschwächekrankheit Aids zu übertragen. Bei der
Herstellung des neuen Impfstoffs wird menschliches Blut nicht mehr verwandt.
Stattdessen wird die Vakzine aus Hefezellen gewonnen, in deren Erbgut ein Gen
des Hepatitis-B-Virus eingefügt wurde. Die Zellen produzieren daraufhin ein
Oberflächeneiweiß des Erregers, das nach der Injektion im Organismus die
Produktion von Abwehrkörpern anregt. Diese schützen vor einer Ansteckung.
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